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Der menschliche Anteil

THE HUMAN PART

Hinter jedem KI-Musikprojekt steckt eine berechtigte Frage: Wenn die Maschine schreibt, was macht dann eigentlich der Mensch?

Die ehrliche Antwort ist: Er wählt aus. Und in einer Welt, in der das Erzeugen eines Tracks fast nichts kostet, ist das Auswählen die ganze Arbeit.

Geschmack ist der Engpass

Ein generatives Modell liefert bereitwillig tausend Varianten von allem. Jede einzelne ist technisch sauber. Fast alle sind vergesslich. Der Unterschied zwischen tausend sauberen Tracks und einem guten ist nicht mehr Rechenleistung — es ist jemand mit einem so klaren Bild im Kopf, dass er neunhundertneunundneunzig Dinge ablehnen kann.

Dieses Bild lässt sich nicht in die Existenz prompten. Es entsteht dadurch, dass man viel Musik gehört und sich eine Meinung dazu gebildet hat.

Was aussortiert wird

Alles, was klingt, als würde es einen bestimmten Künstler imitieren. Alles, wo das Country-Element Dekoration statt Struktur ist. Alles, was in einem Laden genauso gut als Hintergrundmusik funktionieren würde. Und alles, was fünfzehn Sekunden beeindruckend und die restlichen zwei Minuten langweilig ist — ein sehr häufiger Fehler.

Warum wir das laut sagen

Manche KI-Projekte verstecken die Methode und hoffen, dass niemand fragt. Wir halten das für einen Fehler, und nicht nur aus rechtlichen Gründen — die gibt es auch, und jede Veröffentlichung ist entsprechend gekennzeichnet.

Es ist ein Fehler, weil die Methode das Interessante ist. Niemand braucht noch einen Act, der so tut, als hätten sich vier Leute in einer Garage getroffen. Neu ist hier eine andere Art, Musik zu machen — und darüber sollte man geradeheraus reden.